Teuerung berechnen mit dem Landesindex

Landesindex berechnen: Der Teuerungsrechner passt einen Betrag, eine Indexmiete, Alimente oder einen Lohn an den Landesindex der Konsumentenpreise an. Er verwendet die offiziellen Indexstände des BFS auf allen Basen bis September 2026, kostenlos und ohne Anmeldung.

Werte 2026 Aktualisiert am 8. Oktober 2026 Quellen

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100,0 Punkte
108,5 Punkte
Gerechnet mit der Basis Dezember 2020 = 100.

Die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser. Ohne Anmeldung, und Ihre Angaben werden weder gespeichert noch übermittelt.

Inhalt
  1. Landesindex berechnen
  2. Aktueller Stand und Publikation
  3. Welche Indexbasis gilt
  4. Indexmiete berechnen
  5. Alimente indexieren
  6. Teuerungsausgleich beim Lohn
  7. Teuerung der letzten Jahre
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

Landesindex berechnen und Beträge an die Teuerung anpassen

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) misst, wie sich die Preise der Waren und Dienstleistungen entwickeln, die private Haushalte in der Schweiz kaufen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) berechnet ihn jeden Monat. Er ist der offizielle Massstab für die Teuerung und gilt für die ganze Schweiz: Ob Sie die Teuerung für Zürich, Bern oder Lugano berechnen, der Index ist derselbe. Verträge, Urteile und Lohnvereinbarungen verwenden ihn, um Beträge an die Kaufkraft anzupassen. Gerechnet wird mit einem einfachen Dreisatz:

Teuerung in % = (Indexstand neu / Indexstand alt − 1) × 100
Neuer Betrag = Betrag × Indexstand neu / Indexstand alt

Wichtig ist nur, dass beide Indexstände auf derselben Basis stehen. Der Rechner sucht sie für Sie aus und rechnet mit den publizierten Werten. Ein Beispiel mit den Werten des Rechners:

CHF 1’000.00 vom Dezember 2020 bis September 2026

Indexstand Dezember 2020 (Basis Dezember 2020 = 100)100,0
Indexstand September 2026108,5
Teuerung+8,50 %
RechnungCHF 1’000.00 × 108,5 / 100,0
Betrag im September 2026CHF 1’085.00

Mit dem gleichen Rechenweg lässt sich jede Kaufkraftfrage beantworten, etwa was ein Lohn von früher heute wert ist. Nicht zu verwechseln ist der LIK mit dem Mietpreisindex des BFS: Dieser misst nur die Entwicklung der Mieten und taugt nicht für eine Indexmiete. Wer «Mietzinsindex berechnen» sucht, braucht deshalb den Landesindex.

Für den Index erhebt das BFS jeden Monat Preise in der ganzen Schweiz, von Lebensmitteln über Mieten und Kleider bis zu Flugreisen, und gewichtet sie nach den Ausgaben der Haushalte. Die Prämien der Krankenkasse fliessen nicht direkt ein, das BFS weist sie in einem eigenen Prämienindex aus. Ihre persönliche Teuerung kann deshalb von der offiziellen abweichen. Für Verträge und Urteile zählt aber allein der publizierte Index.

Aktueller Stand des Landesindexes und nächste Publikation

Im September 2026 stand der Index bei 101,5 Punkten auf der Basis Dezember 2025 = 100 und bei 108,5 Punkten auf der Basis Dezember 2020 = 100. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Preise um 1,0 % gestiegen. Der Indexstand Oktober 2026 erscheint am 3. November 2026.

Monat Basis Dezember 2025 Basis Dezember 2020 Vorjahresmonat
September 2026 101,5 108,5 +1,0 %
August 2026 101,5 108,6 +0,8 %
Juli 2026 101,1 108,2 +0,4 %
Juni 2026 101,3 108,3 +0,5 %
Mai 2026 101,3 108,3 +0,6 %
April 2026 101,1 108,1 +0,6 %
März 2026 100,8 107,8 +0,3 %
Februar 2026 100,6 107,6 +0,1 %
Januar 2026 99,9 106,9 +0,1 %
Dezember 2025 100,0 106,9 +0,1 %
November 2025 107,0 0,0 %
Oktober 2025 107,2 +0,1 %
September 2025 107,5 +0,2 %

Welche Indexbasis für Ihren Vertrag gilt

Das BFS setzt den Index regelmässig neu auf 100 Punkte, zuletzt im Dezember 2025 mit einem neuen Warenkorb. Die alten Basen werden weitergeführt. Weil jede Basis auf eine Dezimale gerundet ist, ergeben sie leicht unterschiedliche Prozentsätze. Von Dezember 2015 bis September 2026:

BasisDezember 2015September 2026Teuerung
Dezember 2015 = 100100,0109,4+9,400 %
Dezember 2010 = 10097,3106,5+9,455 %
Dezember 2005 = 100101,4111,0+9,467 %
Mai 2000 = 100106,7116,8+9,466 %
Mai 1993 = 100113,2123,9+9,452 %

Massgebend ist die Basis aus dem Mietvertrag, der Vereinbarung oder dem Urteil. Steht dort keine, nehmen Sie die neuste Basis, die beide Monate enthält. Der Rechner tut das automatisch und zeigt im Ergebnis den Vergleich mit allen anderen Basen. Wechseln Sie nie die Basis zwischen altem und neuem Indexstand: Das ergibt falsche Werte.

Weitere häufige Fehler: Die Differenz der Indexpunkte wird mit Prozenten verwechselt (ein Anstieg um einen Punkt ist nur auf der Basis 100 genau ein Prozent), es wird mit einem Index gerechnet, der noch gar nicht publiziert ist, oder der Monat des alten Indexstands stimmt nicht mit dem Vertrag überein. Der Rechner zeigt deshalb immer beide Indexstände mit ihrer Basis, so dass Sie sie mit dem Vertrag vergleichen können.

Indexmiete berechnen und den Mietzins an den LIK anpassen

Bei einer Indexmiete, also einem indexierten Mietzins, folgt der Nettomietzins dem Landesindex zu 100 %. Erlaubt ist das nur, wenn der Vertrag für mindestens 5 Jahre abgeschlossen ist (Art. 269b OR). Die Vermieterschaft muss die Anpassung auf dem amtlichen Formular mitteilen, frühestens nach der Publikation des neuen Indexstands und mindestens 30 Tage vor einem Monatsende. Sinkt der Index, muss auch der Mietzins sinken. Wie oft angepasst wird, regelt der Vertrag; das Gesetz schreibt dafür keinen Rhythmus vor.

Nettomietzins mit Index Dezember 2024CHF 2’000.00
Index 106,9 → 108,5 (September 2026)+1,50 %
Mitteilung am 15.10.2026, Monatsende nach 30 Tagen30.11.2026
Neuer Nettomietzins ab 01.12.2026CHF 2’029.93

Anfechten lässt sich eine Indexanpassung nur mit dem Argument, dass sie nicht der Veränderung des Indexes entspricht (Art. 270c OR). Bei einem gewöhnlichen Mietvertrag gilt dagegen der Referenzzinssatz, und die Teuerung zählt nur zu 40 %. Diese Anpassung berechnet der Rechner für die Mietzinsreduktion und Mietzinserhöhung.

Alimente indexieren und an die Teuerung anpassen

Gerichte und Vereinbarungen können festlegen, dass sich Unterhaltsbeiträge mit den Lebenskosten automatisch verändern (Art. 128 und 286 ZGB). Die Indexklausel nennt den Basisindex, meist den Stand des Monats, in dem das Urteil gefällt wurde, und einen Stichmonat für die jährliche Anpassung, oft den November mit Wirkung auf den 1. Januar. Gerechnet wird jedes Jahr ab dem Basisindex, nicht vom letzten gerundeten Betrag aus. Wie hoch der Unterhalt überhaupt ist, schätzt der Rechner für Alimente.

CHF 1’200.00 pro Monat, Basisindex November 2022

Gültig abIndexVeränderungUnterhalt
01.01.2024106,2+1,53 %CHF 1’218.36
01.01.2025106,9+2,20 %CHF 1’226.39
01.01.2026107,0+2,29 %CHF 1’227.53

Manche Urteile indexieren nur einen Teil der Teuerung, zum Beispiel weil das Einkommen der zahlenden Person nicht im gleichen Mass steigt. Andere schliessen eine Senkung unter den Ausgangsbetrag aus oder lassen den Beitrag bei sinkendem Index ganz unverändert, so dass er nur noch steigen kann. Alle drei Varianten können Sie im Rechner unter «Alimente» einstellen, ebenso die Rundung auf 5 Rappen oder ganze Franken.

Teuerungsausgleich beim Lohn berechnen

Ein gesetzlicher Anspruch auf Teuerungsausgleich besteht nicht. Viele Gesamtarbeitsverträge und Lohnrunden orientieren sich aber an der Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat oder an der Jahresteuerung. Mit der Teuerung von +1,0 % im September 2026 wird aus CHF 6’000.00 ein Lohn von CHF 6’060.00, mit der Jahresteuerung 2025 von +0,2 % sind es CHF 6’012.00. Die AHV-Renten folgen übrigens nicht dem LIK allein, sondern dem Mischindex aus Lohn- und Preisentwicklung, siehe AHV-Rente berechnen.

Teuerung der letzten Jahre im Überblick

Die Jahresteuerung vergleicht den Durchschnitt aller Monate eines Jahres mit dem Vorjahr. In den letzten fünf Jahren lag sie zwischen +0,2 % und +2,8 %. Seit Januar 2021 sind die Preise insgesamt um +8,4 % gestiegen.

JahrTeuerungJahrTeuerung
2025+0,2 %2012−0,7 %
2024+1,1 %2011+0,2 %
2023+2,1 %2010+0,7 %
2022+2,8 %2009−0,5 %
2021+0,6 %2008+2,4 %
2020−0,7 %2007+0,7 %
2019+0,4 %2006+1,1 %
2018+0,9 %2005+1,2 %
2017+0,5 %2004+0,8 %
2016−0,4 %2003+0,6 %
2015−1,1 %2002+0,6 %
20140,0 %2001+1,0 %
2013−0,2 %2000+1,6 %

Negative Werte bedeuten sinkende Preise. Wie stark ein Betrag über viele Jahre wächst, wenn er verzinst statt nur indexiert wird, zeigt der Zinseszinsrechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Teuerung zwischen zwei Monaten?

Teilen Sie den neuen Indexstand durch den alten, ziehen Sie 1 ab und multiplizieren Sie mit 100. Beide Werte müssen auf derselben Basis stehen. Von Dezember 2020 bis September 2026 sind das 108,5 / 100,0 − 1 = +8,5 %.

Wie hoch ist die Teuerung aktuell?

Im September 2026 lagen die Konsumentenpreise 1,0 % über dem Vorjahresmonat. Der Landesindex stand bei 101,5 Punkten (Basis Dezember 2025 = 100). Die Jahresteuerung 2025 betrug +0,2 %. Wer einen Betrag an die Teuerung anpassen will, rechnet aber nicht mit diesen Raten, sondern mit den Indexständen der beiden Monate.

Wann wird der neue Landesindex veröffentlicht?

Das BFS publiziert den Landesindex jeden Monat, jeweils in den ersten Arbeitstagen des Folgemonats. Der Stand September 2026 erschien am 1. Oktober 2026. Der Stand Oktober 2026 folgt am 3. November 2026. Mit dem Dezemberwert erscheint auch die Jahresteuerung. Vor der Publikation darf eine Indexmiete nicht angepasst werden, und ein Urteil kann sich nur auf publizierte Werte stützen.

Welche Basis muss ich verwenden?

Die Basis, die im Vertrag oder im Urteil steht. Fehlt eine Angabe, nehmen Sie die neuste Basis, die beide Monate enthält. Der Rechner wählt sie automatisch und zeigt die Unterschiede zu den anderen Basen. Sie sind klein, weil jede Basis auf eine Dezimale gerundet ist, können bei grossen Beträgen aber einige Franken ausmachen.

Darf die Indexmiete auch sinken?

Ja. Sinkt der Landesindex, muss der Mietzins entsprechend gesenkt werden (Art. 17 Abs. 2 VMWG). Fiel der Index etwa von Juni 2026 auf Juli 2026 von 101,3 auf 101,1 Punkte, sinkt ein Nettomietzins von CHF 2’000.00 auf CHF 1’996.05. Die Vermieterschaft senkt nicht immer von sich aus: Verlangen Sie die Senkung schriftlich.

Werden Alimente automatisch an die Teuerung angepasst?

Nur wenn das Urteil oder die Vereinbarung eine Indexklausel enthält. Sie legt den Basisindex, den Stichmonat, den Anpassungstermin und oft eine Rundung fest. Die Anpassung muss die zahlende Person selbst vornehmen, ein Gericht braucht es dafür nicht. Gerechnet wird jedes Jahr ab dem Basisindex des Urteils, nicht vom zuletzt bezahlten, gerundeten Betrag aus.

Habe ich Anspruch auf Teuerungsausgleich beim Lohn?

Gesetzlich nicht. Massgebend sind Arbeitsvertrag, Gesamtarbeitsvertrag oder Lohnverhandlungen. Oft dient die Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat als Richtwert: Mit +1,0 % im September 2026 würde ein Lohn von CHF 6’000.00 auf CHF 6’060.00 steigen. Wie viel netto von einer Lohnerhöhung bleibt, zeigt der Lohnrechner.

Quellen und Berechnungsgrundlagen

Der Rechner verwendet die offiziellen Werte 2026 von Bund, AHV und Behörden. Zuletzt geprüft am 8. Oktober 2026.

Die Berechnung ist unverbindlich. Sie beruht auf Ihren Angaben und auf den geltenden Regeln und Werten 2026. Verbindlich entscheidet das Bundesamt für Statistik (BFS), siehe BFS: Landesindex der Konsumentenpreise. Die Berechnung ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Vorsorgeberatung. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Über uns.